Ein Beitrag von Christine Damm

Zu einer Planungswerkstatt lud der Verein „Panitzsch(er)leben e.V.“ interessierte Bürgerinnen und Bürger am 15.10.2020 in das Atrium der Grundschule Panitzsch ein.
Dr. Winfried Haas vom Verein, der die Veranstaltung moderierte, begrüßte Architekt Werner Ehrich, dessen Bauplanungsbüro den Zuschlag bei der Ausschreibung um die Erstellung der Machbarkeitsstudie erhielt. Nachdem Peter Reinicke noch einmal einen Blick zurück in die Historie der Parkbühne warf, stellte Herr Ehrich an Hand von Bauzeichnungen und Fotografien den gegenwärtigen Stand seiner Arbeiten vor. So sei die Parkbühne selbst zwar in ziemlich desolatem Zustand, das knapp 4 m hohe unterirdische Gewölbe jedoch relativ gut erhalten.
Eine Auswertung von Ideen Panitzscher Grundschulkinder brachte interessante Vorschläge zum Ausdruck, in dem sie ihren Phantasien in Zeichnungen freien Lauf ließen. So reichten die Vorschläge vom Geländespielplatz bis hin zum überdachten und beheizbaren Saal mit Bühne. Die Möglichkeit der Diskussion und des Austauschs wurde durch die Anwesenden rege genutzt. Unser mit 14 Jahren jüngstes Mitglied Richard Schmidt notierte die Ideen auf kleine Kärtchen und brachte sie gut sichtbar auf einem Flipchart an.
Es ging um Fragen der Sanierung, Vorschläge für die Nutzung und welche Zielgruppen man erreichen will. „Eine Sicherung des Geländes und Schutz vor Vandalismus müssen zeitnah in Angriff genommen werden“, da war man sich einig. „Fördermöglichkeiten und Finanzierungen sind auszuloten“, so Marcus Planert von der Bauverwaltung Borsdorf, der die Unterstützung durch die Gemeinde noch einmal betonte. Was finanziell möglich ist, inwiefern die Denkmalschutzbehörde einbezogen werden muss, wird man nach Auswertung der im Frühjahr 2021 abzugebenden Machbarkeitsstudie sehen.
Ideen für die spätere Nutzung des Areals gab es viele. Diese reichten von Konzerten verschiedener Genres, Chor- und Sängerfesten, Theateraufführungen bis Veranstaltungen im Rahmen der Umweltbildung. Auch die Möglichkeit der Einbeziehung der angrenzenden Gaststätte war im Gespräch. Die touristische Nutzung als auch Rastplatz am Jakobspilgerweg wären ebenso ein Ansatzpunkt für Überlegungen. Verschiedenste Alters- und Zielgruppen sollten berücksichtigt werden. Nach dem Motto „Was Jugendliche selber nutzen, machen sie nicht kaputt“, sollte auch diese Zielgruppe mit einbezogen werden.
Die Orientierung am historischen Original der Parkbühne wurde allgemein favorisiert, dann aber eine multifunktionale Nutzung mit Schlechtwettervariante und Regendach vorgeschlagen. „Eine schiefe Ebene für bessere Sicht bei den Besuchern gab es früher. Das sollte man wieder aufgreifen“, so erklärt Peter Reinicke mit Hinweis auf  alte Aufzeichnungen.
Die Gestaltung eines in räumlicher Nähe zur gegenwärtigen Ruine anzubringenden Schaukastens zur Geschichte der Parkbühne mit Ausblick auf das geplante Vorhaben soll der Information vorübergehender Spaziergänger dienen.

Wer am 15.10. 20 nicht dabeisein konnte, hat auch jetzt noch die Möglichkeit, sich mit Ideen oder konstruktiven Vorschlägen in den Gestaltungsprozess einzubringen. Der Verein sucht die Kommunikation mit der Bevölkerung.
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