von Henning Schmidt

In der Parthenaue zwischen Dewitz und Sehlis sind sie nicht zu übersehen: die roten Protestkreuze, die die südlichen Varianten der geplanten B87n markieren. Aber sie zeigen nicht nur auf, durch welche Naturlandschaft die Trasse führen und diese unwiederbringlich zerstören würde. Sie sind auch ein Zeichen für das “Nein, hier durch die Parthenaue geht es nicht durch!”

Am 9. Februar waren diese Kreuze Ziel einer Parthewanderung mit mehr als 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Aufgrund einer Sturmwarnung sollte der Termin zwar kurzfristig auf den 1. März verschoben werden, aber nachdem sich trotzdem sehr viele Interessenten – auch aus unserem Verein – pünktlich am Treffpunkt versammelt hatten, wurde vom Aktionsbündnis kurzfristig entschieden, den Termin nicht zu verschieben und auf einer verkürzten Strecke doch zu laufen.

An verschiedenen Haltepunkten erläuterten betroffene Bauern sehr emotional, welche Auswirkungen die Trasse auf ihre Existenz hätte. Das im Wachsen begriffene Netzwerk ökologisch wirtschaftender Betriebe würde damit zerstört. Welche Konsequenzen die Trassenführung für Natur und Umwelt hätte – auch und gerade für unser Panitzsch – machten anschließend die Vertreter des NABU deutlich, denn nach wie vor besteht die Gefahr, dass die Planer am Ende sagen: “Die im Bürgerdialog bevorzugte Tunnel-Lösung für Taucha ist ja super, aber leider können wir uns die nicht leisten. Also bauen wir lieber durch die Parthenaue.” Hier gilt es, wachsam zu bleiben und immer wieder deutlich zu machen, dass die Zerstörung der Parthenaue durch eine vierspurige Straße keinem hilft. Deshalb wird es auch in Zukunft wieder Aktionen geben, die wir als Verein unterstützen.

Die beste Lösung für die Trasse durch die Parthenaue wurde übrigens nach der Wanderung anhand der mitgebrachten “Protestkuchen” gefunden: Die Kuchenstraße wurde einfach aufgegessen.

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