Beim Drehen des Films „Heißer Sommer“ haben Chris Doerk und Frank Schöbel 1968 sicher genausoviel Schweiß verloren wie die Mitglieder des Vereins „Panitzsch(er)leben“ bei der Vorbereitung der zweiten Sommernacht. Bühnenaufbau, Tische und Bänke stellen, Tischdeko, Bierwagen, Grillstation … Seit dem Morgen wuselten fleißige Helfer, damit bis zum Abend alles fertig wurde. Die Jungs der AG Feuerwehr-Historik zauberten mit akrobatischem Können die Beleuchtung zwischen die Bäume. Ab 18.00 Uhr strömten die ersten neugierigen Gäste ins Areal vor der historischen Parkbühne, um bei dem angekündigten bunten Abendprogramm dabei zu sein. „Erna“ und „Bauer Lindemann“ trafen sich wieder einmal am Gartenzaun und tauschten Geschichten über Glasfaserglühwürmchen und eine „neue Gebietsreform“ aus. Über den Wiesenknopfameisenbläuling und die umstrittene B 87n tratschte Lindemann mit Dorffreundin „Gertrud“. Vereinsvorsitzender Matthias Schwarzmüller als „sooo schöner Prinz“ und seine Mitstreiter sorgten für viele Lacher im Märchen „Aschenbrödel“. Gut, dass die Akteure Stühle hinter der Märchenwand hatten, es wären sonst zu viele Kniebeugen in gefühlt tropischer Hitze geworden. Den fitten Sportlerinnen des Panitzscher SV schien dies offenbar nichts auszumachen, wie ihre temporeiche und mit viel Beifall belohnte Darbietung bewies. Die Band „Übertaktet“, aus 600 km Entfernung unweit der holländischen Grenze angereist, lag mit ihrer Mischung aus Folk und Pop genau richtig für diesen lauen Sommerabend. Mit Rhythmus, Gefühl und einem Herz für Kinder, die sogar auf der Bühne mitsingen durften, bereicherten sie das Programm maßgeblich.

Nicht nur Panitzscher, sondern auch Leipziger und Gäste aus den umliegenden Orten waren im Publikum und trafen sich mit Freunden und Bekannten bei Musik, kulturellen Darbietungen, kühlen Getränken und Leckerem vom Grill. Viele von ihnen wollen auch im nächsten Jahr gern wieder dabeisein.

Christine und Andreas Damm

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