Panitzscher, Freunde der Parthenaue –

Eure Aktivität ist jetzt gefragt!

Liebe Mitglieder der von „Panitzsch(er)leben – gestern-heute-morgen“, liebe Freunde der Parthenaue, liebe Panitzscher und Anwohner angrenzender Orte,

unser Verein zeigt sich nach Bekanntwerden der jüngsten Ergebnisse der Planungswerkstatt der DEGES im Rahmen des Beteiligungsverfahrens „B87 im Dialog“ erschüttert über erneute Bestrebungen, auch zwei Korridore mit Querung des FFH-Gebietes Parthenaue für die Planung der B87n zu prüfen und dazu weitere detaillierte Untersuchungen anzustellen. Die B87 soll als bis zu vierspurige Bundesstraße mit Autobahncharakter eine schnelle Verbindung zwischen Leipzig und Torgau sowie weiter über Cottbus bis nach Polen herstellen.

Worum geht es?

Vom 8. Mai an bis 29. Mai 2019 findet auf dem Portal „B87 im Dialog“ https://www.b87-im-dialog.de/informationen eine Onlinediskussion statt. Deshalb wenden wir uns mit der dringenden Bitte an euch, dort aktiv zu werden, eure persönliche Stellungnahme mitzuteilen.

Warum lehnen wir eine Trasse der B87 durch die Parthenaue ab?

In der „Tauchaer Erklärung“ zur B87n vom 26.01.2013 wurde nach einem langen und intensiven Diskussionsprozess der gemeinsame Wille der in der Region zwischen Leipzig und Eilenburg lebenden Menschen, politischer Akteure und Träger öffentlicher Belange bekundet, eine leistungsfähige und bedarfsgerechte Verkehrsinfrastruktur zwischen Leipzig, Eilenburg und dem Wirtschaftsraum Torgau zu schaffen. Rahmenbedingungen sollten sein:

  • Bau der B87n unter Nutzung und Ausbau der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur von B2/S4 mit Ortsumgehungen.

  • Keine Querung der Parthenaue.

  • Keine neue Zerschneidung der Taucha-Eilenburger-Endmoränenlandschaft.

  • Entlastung des Straßenverkehrs in der Stadt Taucha.

  • Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs zwischen Leipzig und Torgau.

Mit dem aktuellen Zwischen-Ergebnis der Planungswerkstatt der DEGES „B87 im Dialog“, zwei Korridore durch die Parthenaue östlich von Taucha ebenfalls in Betracht zu ziehen, wird dieser breite Konsens negiert.

Unsere Haupt-Kritikpunkte sind:

  • Zerschneidung eines FFH- und Landschaftsschutzgebiets mit unabsehbaren Folgen für

    • Artenvielfalt

    • Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten

    • das gerade bei vermehrten heißen Sommern wichtige Kaltluftentstehungsgebiet

  • und die auch mit aufwändigen Ausgleichsmaßnahmen nicht kompensierbare Belastung von Mensch und Natur im Umfeld der Trasse in einem bislang weitgehend störungsfreien Raum

  • Die Entlastung der Tauchaer Innenstadt vom Verkehr ist nur eingeschränkt wirksam; Probleme werden nur verlagert, nicht gelöst

  • Eine Lösung allein über den Straßenausbau, egal auf welcher Trasse, greift zu kurz, es braucht ein Gesamtkonzept – siehe Tauchaer Erklärung von 2013

  • Die Menschen in Panitzsch sind in dieses auf Taucha ausgerichteten Verfahren nicht ausreichend einbezogen worden, obwohl der Verkehr „vor unsere Haustür“ verlagert werden soll.

Was ist jetzt zu tun? Raumwiderstand zeigen:

Jede Beteiligung zählt und ist wichtig!

Henning Schmidt

Panitzsch, den 19.05.2019

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